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Rezept: Kombucha ganz einfach selber machen Anleitung

(Foto: Zero Waste Plant Power)
(Foto: Zero Waste Plant Power)

Du suchst noch ein Zero Waste Getränk mit Geschmack? Etwas wofür Du keine schweren Flaschen zuhause rauf und runter tragen musst und trotzdem nicht auf Dein Erfrischungsgetränk verzichten musst?

 

Dann bist Du hier genau richtig!

 

Kombucha ist nicht nur super praktisch, weil Du die Zutaten vermutlich sowieso zuhause hast und in Großgebinden, lose oder im Unverpackt Laden kaufen kannst. Kombucha ist auch unglaublich gesund! Vor allem für den Magen, das Gehirn und Dein Herz.

 

Kombucha ist ein fermentiertes Tee-Getränk, dass durch die Fermentation eine Menge Probiotika (Probiotische, darmfreundliche Bakterien) enthält. Diese guten Bakterien sind wichtig für das Immunsystem, was sich zu 80% im Darm befindet. Probiotika bauen die Darmflora wieder auf um wichtige Nährstoffe aufnehmen zu können und bekämpfen Infektionen und Krankheiten.

 

Das Verdauungssystem ist nach dem Gehirn die zweitgrößte neurologische Schaltzentrale unseres Körpers und die Gesundheit unserer Darmflora hat einen großen und direkten Einfluss auf unser Gehirn und unser allgemeines Wohlbefinden.

 

Deshalb werden Kombucha solche magischen Kräfte nachgesagt. Wenn unsere Darmflora gesund ist, ist unser Immunsystem gesund und unser Gehirn und damit auch der Rest unseres Organismus. 

 

Für die Herstellung von Kombucha brauchst Du einen Scoby. Scoby steht für „symbiosis of bacteria and yeast“, also „Zusammenschluss aus Bakterien und Hefen“.

 

Manchmal wird der Scoby auch Teepilz genannt. Die Bakterien und Hefen im Scoby nutzen den Zuckertee als Nahrung. So wird aus dem angesetzten Zuckertee probiotischer Kombucha.

 

 

Aber nun dazu wie Du ganz einfach zuhause selber Kombucha herstellen kannst. Auch ganz einfach als Bio-Variante mit Bio-Zutaten herzustellen.

 

Los geht's!

 

 

 

Zutaten


(Foto: Zero Waste Plant Power)
(Foto: Zero Waste Plant Power)
  • Einen Kombucha-Scoby

 

  • ca. 100ml Ansatzflüssigkeit / Starterflüssigkeit für den Kombucha

 

  • ca. 80g Zucker

 

  • ca. 8g Schwarz- oder Grüntee

 

  • kochendes Wasser

 

  • Tee-Netz / Tee-Sieb / Tee-Ei

 

  • großen Topf mit Deckel

 

  • großes Gefäß zur Fermentation (2-5 l)

 

  • Ein luftdurchlässiges Stück Stoff oder Tuch (nicht zu grobmaschig, sonst können Insekten eindringen)

 

  • Ein Gummiband

 

  • Trichter

 

  • Sieb

 

  • Glasflaschen zum Abfüllen (Bügelflaschen eignen sich besonders gut)

 

  • kleine Obststücke

 

Anleitung


(Foto: Zero Waste Plant Power)
(Foto: Zero Waste Plant Power)

1. Als erstes Hände waschen und Schmuck und Uhren abnehmen um sicherzustellen, dass man dem Scoby keine Bakterien zufügt und er schlecht wird oder anfängt zu schimmeln.

 

Am besten die Utensilien, Gefäße und die Hände einmal mit ein wenig Apfelessig absprühen. Aber nicht mit Seifen oder Reinigungsmitteln, da der Scoby das nicht gut verträgt und es ihn angreift.

 

2. Die einzelnen Zutaten raussuchen. Dann als erstes 1l Wasser kochen.

 

3. Einen starken Tee ansetzten mit ca 8g Schwarz- oder Grüntee. Dann die ca. 80 gr Zucker hinzufügen und verrühren gleich wenn der Tee noch heiß ist. Der Zucker muss sich vollständig auflösen. Den Tee dann mit einem Deckel abdecken und auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Hier am besten losen Tee benutzen um unnötigen Abfall zu vermeiden mit Hilfe eines Tee-Netz. Den Zuckertee nun erst einmal zur Seite stellen zum Abkühlen.

 

4. Währenddessen schon einmal die Starterflüssigkeit in das Fermentier-Glas geben und den Scoby hinzufügen. Wenn der Tee auf Raumtemperatur abgekühlt ist zum Fermentierglas hinzufügen. ACHTUNG! Der Scoby verträgt keine Hitze und es ist daher unheimlich wichtig zu warten bis der Tee abgekühlt ist. Falls es schneller gehen soll, einfach den gekochten Tee mit kaltem Wasser auffüllen.

 

(Foto: Zero Waste Plant Power)
(Foto: Zero Waste Plant Power)

5. Das Fermentierglas nun mit einem luftdurchlässigen Stück Stoff abdecken und mit einem Gummiband befestigen. Der Kombucha kann nun 7-10 Tage bei Zimmertemperatur ruhen und fleißig seine Arbeit machen. Zwischendurch ab dem 5. Tag immer mal eine Geschmacksprobe nehmen, je länger der Fermentationsprozess voranschreitet, umso sauerer wird der Kombucha.

 

6. Nach 7 - 10 Tagen wird der Kombucha dann mit Hilfe des Trichters in Flaschen abgefüllt und es werden einige Stücke Obst hinzugefügt, die nun die Herstellung von Kohlensäure im Kombucha einleiten und den Geschmack noch verfeinern, ich nutze am liebsten Himbeeren. Man kann aber alles mögliche an Obst hinzufügen.

 

7. Man lässt den Scoby einfach im Fermentierglas liegen zusammen mit ca. 100ml Flüssigkeit, die dann als Starterflüssigkeit dient für die nächste Runde Kombucha.

 

8. Nun lässt man die geschlossenen Flaschen erneut ca. 3 Tage stehen und öffnet am besten einmal am Tag die Flasche um die Kohlensäure entweichen zu lassen, da sich ein relativ großer Druck aufbaut in den Flaschen und sie sonst beim Öffnen am Ende überschäumen würden.

 

9. Wenn sich genug Kohlensäure gebildet hat die Flaschen zur Kühlung in den Kühlschrank stellen. Der Kombucha ist nun fertig und kann ganz einfach mit Hilfe eines kleinen Siebs abgefüllt werden in ein Glas. In dem Sieb werden dann die Fruchtstücke aufgefangen. Kombucha schmeckt eiskalt am besten.

 

Der Kombucha bildet bei jeder Runde Ansetzen einen neuen Scoby, den man abtrennen kann und für ein zweites Fermentierglas nutzen kann.

 

Viel Spaß beim Kombucha brauen!

 

Und immer daran denken:

 

Nicht jeder muss alles machen, aber alle können etwas machen.

 

Und nicht missionieren, sondern inspirieren!

 

 

Viel Spaß beim Ausprobieren.

 

 

 

Alles Liebe, 

 

Eure